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Der Große Energieschatz unserer Zukunft

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Kleinwasserkraft in Wien

Auch in Wien und an den Wiener Hochquellen-Wasserleitungen wird Wasser zur umweltfreundlichen Erzeugung von elektrischem Strom genutzt! Damit leistet Wasserkraft auch hier einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

8 Kleinwasserkraftwerke auf dem Landesgebiet von Wien

  • Liefern jährlich rund 35 Mio. kWh Stom
  • versorgen ca. 17.000 Wiener Haushalte
  • vermeiden jährlich ca. 24.000 Tonnen CO2 im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern

Weitere 13 Kleinwasserkraftwerke an den Wiener Hochquellen-Wasserleitungen in Niederösterreich und in der Steiermark mit in Summe 8,4 MW liefern Strom für ca. 22.000 Wiener Haushalte

  • Liefern jährlich rund 63 Mio. kWh Strom
  • versorgen ca. 22.000 Wiener Haushalte
  • vermeiden jährlich ca. 57.000 Tonnen CO2 im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern

(Quellen: Magistratsabteilung 31, Wienstrom, E-Control)

Kleinwasserkraftwerke auch in der Metropole Wien

Die bedeutendste Anlage ist das Kleinwasserkraftwerk Nußdorf, das 2005 den Betrieb aufnahm. Besonders ist schon die Lage des Kleinwasserkraftwerks Nußdorf. Es befindet sich unterhalb der denkmalgeschützten Schemerlbrücke des berühmten Jugendstilarchitekten Otto Wagner. Das Kraftwerk gehört zu je einem Drittel der WIEN ENERGIE WIENSTROM, der Verbund Austrian Hydro Power AG (AHP) und der EVN Naturkraft.

Die Idee einer energetischen Nutzung des Donaukanals reicht schon lange zurück und steht in engem Zusammenhang mit der Errichtung des Donaukraftwerks Freudenau. Bereits Anfang der 90er-Jahre wurde überlegt, den Stau des neuen Kraftwerks im Bereich der bereits bestehenden Wehranlage am Beginn des Donaukanals durch ein Kleinwasserkraftwerk mit zu nutzen. Eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung war die Abstimmung zur denkmalgeschützten Bebauung. Das Betriebsgebäude des Kraftwerks liegt neben dem Donaukanal und wurde an die schöne Jugendstilarchitektur angepasst. Die Wehrschwelle mit integrierten Turbinen liegt unter Wasser.

Am Ende der II. Wiener Hochquellen-Wasserleitung in Mauer befindet sich ein Trinkwasser-Kraftwerk. Im Kraftwerk Simmering arbeitet ein weiteres Kleinwasserkraftwerk, dort wird das Kühlwasser energetisch genutzt.

Schonende Stromgewinnung aus Trinkwasser

Stichwort: Ressourcenschonung
Als die Trinkwasserkraftwerke entlang der Wiener Hochquellen-Wasserleitungen in Betrieb gingen, wurde ein heute allgegenwärtiges Schlagwort in die Wirklichkeit umgesetzt: Ressourcenschonung. Diese Anlagen stehen als vorbildliches Beispiel dafür, wie aus ein und derselben Rohstoffquelle zweifacher, voneinander vollkommen unterschiedlicher Nutzen gezogen werden kann. Der Erhalt der Trinkwasserqualität ist hier ebenso wichtig, wie die effiziente Stromerzeugung.

Das größte Trinkwasser-Kraftwerk steht in Gaming. Die Idee zu diesem Kraftwerk wurde bereits beim Bau der zweiten Wiener Hochquellenleitung in den Jahren 1900 bis 1910 geboren. Die Voraussetzungen waren ideal: Die Hochquellenleitung hat auf einer Länge von 11 Kilometern - zwischen Lunz und Gaming - ein Gefälle von 220 Metern, überwunden durch Kaskaden und Steilstrecken. Im Krafthaus wird das Wasser mit zwei Francis-Spiralturbinen abgearbeitet und anschließend in den Unterwasserkanal geleitet. Schon unmittelbar nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks konnte bewiesen werden, dass die Güte des Trinkwassers durch die Energiegewinnung nicht beeinträchtigt wird. Das Wasser aus der Hochquellenleitung hat damals wie heute anerkannt erstklassige Qualität.

Doch nicht nur die Güte des Trinkwassers gilt es zu schützen. Auch die Gleichmäßigkeit der Versorgung Wiens mit bestem Quellwasser ist von großer Bedeutung. Dafür wurden im Trinkwasserkraftwerk technische Einrichtungen geschaffen, die diese heikle Aufgabe mit hoher Zuverlässigkeit bewerkstelligen: Im Falle von im Krafthaus auftretenden Störungen kann das Betriebswasser aus einer Entlastungskammer direkt in die Hochquellenleitung zurückgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit bietet der im Zuge des Umbaus neu errichtete Nebenauslass, der das Wasser an den Turbinen vorbei in den Unterwasserkanal und damit zurück in die Wasserleitung ableitet. Für Notfälle besteht seit dem Bau des Kraftwerks zusätzlich eine Leerschussleitung. Alle diese Maßnahmen sowie die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein des im Kraftwerk tätigen Personals gewährleisten, dass die Großstadt Wien und ihre Bewohner immer mit ausreichend Wasser in höchster Qualität versorgt werden kann.

Kontakt

Dipl.-Ing. Norbert Bock

Landessprecher Burgenland und Wien
Wien Energie GmbH
Thomas Klestil Pl. 14 1030 Wien
Tel. 01 / 4004 304 62
Fax 01 / 4004 300 98
norbert.bock@wienenergie.at