Ökostrom statt Stromimport!

31.01.2017

Warteschlangenabbau und Bestandsanlagen bei Novelle nicht vergessen

Wien (OTS) - Erleichtert zeigen sich Christoph Wagner, Präsident und Paul Ablinger Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich darüber, dass die Novellierung des Ökostromgesetzes (ÖSG) nun auch im neuen Regierungsprogramm enthalten ist. „Fast drei Jahre kämpfen wir nun bereits für diese dringend notwendige Reform“ erklärt Wagner der aber auch auf die noch notwendige Beschlussfassung im Parlament verweist. Mit einer Einigung von SPÖ und ÖVP sei aber doch ein wichtiger Schritt getan. 
„Solange wir auf einem Markt agieren müssen, auf dem wir Dumpingpreisen gegenüberstehen, die durch die massive Förderung von Atom- und Kohlestrom verursacht werden, sind Ausgleichsmaßnahmen für uns leider notwendig.“ erklärt Ablinger die Notwendigkeit der Novelle und betont, dass der Rückstau an Förderanträgen endlich abgebaut werden müsse: „Wer jetzt einen Antrag auf Förderung stellt, sei es für Neubau oder Revitalisierung eines Kleinwasserkraftwerks, muss nach derzeitigem Stand bis 2023 auf einen Vertrag warten. Ein unhaltbarer Zustand der enorme Investitionen verzögert!“

Alleine beim Ausbau des ökologisch und wirtschaftlich realisierbaren Potentials der Kleinwasserkraft könnten mittelfristig Investitionen von mehr als 3 Mrd. EUR ausgelöst werden. Aus diesem Grund sei auch die Perspektive einer umfassenden Reform, wie sie im Regierungsprogramm für Dezember 2017 festgeschrieben ist zu begrüßen: 
„Über den exakten Weg und die Ziele wird man noch diskutieren müssen, Kleinwasserkraft Österreich steht aber für konstruktive Gespräche jederzeit zur Verfügung“ hält daher Kleinwasserkraft Österreich Präsident Christoph Wagner fest, der aber darauf verweist, dass auch der Bestand von Kleinwasserkraftwerken nicht aus den Augen verloren werden dürfe: „Bei Preisen von 3 Cent und darunter kann niemand wirtschaftlich Strom produzieren.“ Auch findet er die erneut angestrebte Deckelung der Ökostromförderung kontraproduktiv, da dies sowohl Investitionen als auch den Ausbau der heimischen Produktion hemmt. „Dadurch wird nur Import von Atom- und Kohlestrom forciert, heimische Ökostromproduktion ist da langfristig die wesentlich bessere und günstigere Option“, wie Ablinger abschließend ergänzt.

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